Dies ist ein Weg, unsichtbar zu werden:
Einfach ein kleiner Teil der Nacht zu werden,
mit Wind und Schatten zu ziehn,
tun, was zu tun ist,
frei von jedem Gefühl,
so daß keine Seele einen spürt,
und kein Herz einen hört.
– Stephen K. Hayes
Aktuell formiert sich eine neue Gruppe an Schülern für traditionelles – Waffen- und waffenloses Training – im seit Jahrzehnten etablierten Fuma Ryu Ninjutsu der Chin-Woo Kampfsportschule in Lübeck.
Hier findet ihr alle nötigen Informationen zur historischen Entwicklung, dem Training und natürlich, wie ihr selbst Teil der Gemeinschaft werden könnt!
Unsere Traditions-Kampfsportschule besteht seit rund 40 Jahren am Standort Schwartauer-Allee 84 in Lübeck.
Auch die Ninjutsu-Sparte ist langjähriger Bestandteil der unterschiedlichsten Kampf-/Sportarten, die dort gelehrt werden.
Mit einer Mitgliedschaft bei der Chin-Woo Schule steht dir nicht nur das Ninjutsu-Training offen, sondern auch die Nutzung der Sauna und des Gerätefitnessbereichs sowie weitere Kursangebote in allen Sparten.
Das Erwachsenentraining wird von Yondan Alexander Winkelmann geleitet.
Als Schüler von Soke Bernd Scharweit führt er die von ihm begründete Fuma Ryu Ninjutsu Sparte in der Chin-Woo Schule seit vielen Jahren weiter.
Es ist üblich, das Training aufmerksam zu verfolgen und aufgekommene Fragen nach erst Trainingsende mit einem der rangälteren Schüler zu besprechen.
Das Kindertraining wird Shodan Alexander Werner, einem Schüler von Alexander Winkelmann, geleitet.
Bei uns wird nach traditionellen Prinzipien trainiert.
Dies bedeutet, dass grundsätzlich Anfänger und Fortgeschrittene aller Level gemeinsam trainieren und voneinander lernen – jeder kann teilnehmen und zu jedem Zeitpunkt in die Gruppe einsteigen.
Wir trainieren mit Kontakt, es ist aber keine Schutzausrüstung erforderlich. Besonderer Wert wird auf Respekt vor dem Trainer, der Sparte und dem Privileg Lernen zu dürfen gelegt.
Wer mittrainiert, von dem wird keine Leistung erwartet, sondern der Einsatz und ein aufnahmebereiter Geist.
Der Begriff „Ninjutsu“ lässt sich nicht direkt in andere Sprachen übersetzen. Der Bestandteil „nin“ (忍) wird alleinstehend „shinobu“ ausgesprochen und umfasst Bedeutungen wie Ausdauer, Beharrlichkeit und Zurückhaltung. In der Schriftzeichenkombination „nin“ sind die Zeichen „yaiba“ (刃) Klinge und „kokoro“ (心) Herz enthalten. Dies symbolisiert, dass Herz und Wille auf die Beherrschung der Klinge ausgerichtet sind und letztlich Kontrolle über den eigenen Körper und Geist bedeuten.
Fuma Kotaro, geboren in der Sagami Präfektur, war angesehener Jōnin der fünften Generation des Fuma Ryu Ninjutsu. Er führte eine Guerillatruppe von etwa 200 Männern, die als „Kampfunterbrecher“, bekannt waren. Diese Truppe unterstützte die Hōjō-Familie aus Odawara.
Besonders bekannt ist Fuma Kotaro für seinen Einsatz im März 1581, als die Truppen von Takeda Shingen, angeführt von dessen Sohn Katsuyori, die Hōjō-Festung belagerten. Takeda hatte seine Festung in Ukishimagahara errichtet, während die Hōjō ihr Lager auf der gegenüberliegenden Seite des Osegawa-Flusses aufgeschlagen hatten. In dieser kritischen Phase überquerten die Fuma-Gruppen den Fluss und führten mehrere nächtliche Angriffe auf die Takeda-Truppen durch. Mit ihren ausgeklügelten Ninja-Taktiken sorgten sie für Chaos und Verwirrung im Lager des Feindes.
Diese Ereignisse sind im Hōjō Godaiki-Band dokumentiert. In der Zeit des Tokugawa-Shogunats war die Fuma-Gruppe schließlich nur noch als Piratenbande aktiv, die die Binnenmeere unsicher machte.
Unsere Kampfsportschule basiert auf dem traditionellen Fuma-Ryu-Stil, der von den historischen Techniken und Strategien Fuma Kotaros inspiriert ist.
Das Konditionstraining, Jūnantaisō, verbessert die Flexibilität, Geschmeidigkeit und Reaktionsfähigkeit. Es umfasst Dehn- und Kräftigungsübungen, die Muskeln elastisch und den Körper gesund halten.
Das Ausdauertraining fördert die Widerstandsfähigkeit gegen Erschöpfung bei langanhaltender Belastung und verbessert die Fähigkeit zur schnellen Erholung, damit man während des gesamten Kampfes leistungsfähig bleibt.
Durch Schnelligkeits- und Reaktionstraining entwickelt man die Fähigkeit, Bewegungen mit maximaler Geschwindigkeit auszuführen. Es trainiert sowohl die Reaktionsschnelligkeit (schnelles Reagieren auf Gegner) als auch die Bewegungsschnelligkeit (schnelles Ausführen von Techniken).
Krafttraining verbessert die Maximalkraft (z. B. Heben eines Gegners), Schnellkraft (für Schläge und Sprünge) und Kraftausdauer (für längeres Halten von Hebelgriffen).
Training von Gelenkigkeit steigert die Beweglichkeit der Gelenke, um größere Schwingungsweiten und präzise Bewegungen zu ermöglichen, was im Kampf Kontrolle und Effizienz sichert.
Training des eigenen Geistes ist wohl eine der essenziellsten Aspekte des ganzheitlichen Ninjutsu-Trainings und kann nur durch Kontinuität, Integrität und Engagement erreicht werden.
Unter dem Training der Körperwaffen versteht man üblicherweise das Erlernen von Hebeln, Schlägen, Tritten und Würfen. Techniken werden stets ihren entsprechenden Prinzipien zugeordnet, was ein kontinuierliches Vertiefen der übergeordneten Zusammenhänge fördert.
Beim Waffentraining werden oft im waffenlosen Training erlernte Techniken aufgegriffen und unter Anwendung der gleichen Prinzipien auf die jeweilige Waffe transkribiert.
Zuletzt darf auch das Studium der Theorie und Grundlagen, auf denen alle Techniken basieren, nicht zu kurz kommen. Obwohl viel Wissen während des Trainings vermittelt wird, liegt es in der Verantwortung des Schülers, sich in der trainingsfreien Zeit mit der entsprechenden Literatur auseinanderzusetzen.
Schüler trainiert
Jahre Erfahrung
Trainingsstunden
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training@ninjutsu-luebeck.de
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